Spendenaufruf Krankenhaus

Spendenaufruf für das Krankenhaus in Ierápetra auf Kreta
  • Durch die Krise in Griechenland ist eine ordentliche medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet.
  • Ursachen sind die erheblichen Etatkürzungen (der Etat reicht nicht mehr für einen ordentlichen Krankenhausbetrieb) sowie der Ausfall von Kassenleistungen.
  • Es fehlt an Personal, medizinischen Geräten, Medikamenten, Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Schutzkleidung und vielem mehr.
  • Operationen und die Behandlung der Patienten werden den medizinischen Standards der Ärzte nicht mehr gerecht.
  • Sollte die Klinik nicht weiterarbeiten können, wäre das eine Katastrophe für diese Region im Südosten Kretas: für die dort lebende Bevölkerung und für Tausende Touristen in den Sommermonaten. Denn:

Es ist dies die einzige Klinik an der Südküste Kretas. In ihrem Einzugsgebiet wohnen 50.000 Menschen, darunter überproportional viele Alte in den Bergdörfern. Hinzukommen etwa 10.000 Migranten. Und dieser Küstenstrich ist ein beliebtes Urlaubsziel: Es gibt 11.450 Touristenbetten.

Vor Ausbruch der Krise war das Krankenhaus mit seinen 6 Stationen (Allgemeine, Chirurgie, Gynäkologie, Kardiologie, Pädiatrie und Orthopädie) mit insgesamt 75 Betten ständig zu 100 % belegt. Bedingt durch die Krise kann der Klinikbetrieb so nicht mehr aufrechterhalten werden. Die Anzahl der Ärzte hat sich von 40 auf 20 halbiert. Von den 90 Schwestern und Pflegern sind nur 40 geblieben. Von den 6 Stationen arbeiten heute nur noch die Kardiologie und die Chirurgie.

Für die Wartung der Labor- und Diagnosegeräte und für Ersatzteile fehlt das Geld, ebenso für Laborchemikalien, und viele Medikamente sind nicht vorrätig. Für Operationen sind nicht alle Anästhetika vorhanden. Häufig muss mit Notbesetzungen gearbeitet werden. Röntgengeräte und Magnet-Resonanz-Tomographie sind nur tagsüber einsatzbereit.

Da die Krankenkassen keine Kosten für medizinisch erbrachte Leistungen übernehmen, müssen die Patienten sie selbst tragen. Vielen fehlt das dafür notwendige Geld. Betroffen sind davon krisenbedingt Arbeitslose (die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 47 %) und vor allem ältere Menschen, deren Renten drastisch gekürzt wurden. Für Migranten beiderlei Geschlechts ist die Situation besonders schwierig. Diese sind häufig mittellos und ohne Verwandte. Bei den „Sans Papiers“ unter ihnen ist der Verwaltungsaufwand extrem hoch. So wird über die Behandlung nach Notlage entschieden.

Gemeinsam und mit Ihrer Hilfe haben wir bereits viel erreicht. Finden Sie Details zu unseren bisherigen Spendenaktionen für Ierápetra in unseren Berichten Erste Hilfsaktion für das Krankenhaus in Ierápetra und Zweite Hilfsaktion für Ierápetra: Unser Benefizkonzert, doch Kranke und Klinikpersonal brauchen weiterhin unsere Unterstützung!

Wir danken Ihnen für Ihre Spende!